Diese Seite bündelt aktuelle Entwicklungen rund um die psychosoziale Notfallversorgung. Vorgestellt werden neue Forschungsergebnisse, praxisrelevante Erkenntnisse sowie Hinweise auf Materialien und Veröffentlichungen, die für Helfende von Bedeutung sein können.
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Depersonalisation und Derealisation treten auch im Zusammenhang mit Meditation auf
Menschen nach einem schweren Unfall, einem Gewaltverbrechen oder einer anderen belastenden Situation berichten manchmal, dass sie sich „wie neben sich“ fühlen. Sie erleben ihren Körper oder ihre Umgebung als fremd oder unwirklich. Fachleute sprechen in solchen Fällen von Depersonalisation beziehungsweise Derealisation. Beides sind Formen der Dissoziation. Eine jetzt in der Fachzeitschrift Scientific Reports veröffentlichte Studie zeigt, dass ähnliche Erfahrungen auch während oder nach einer Meditation auftreten können.
Deutlich verschieden war jedoch die Bewertung dieser Erfahrungen: Menschen nach Meditation beschrieben sie häufiger als sinnvoll, spirituell oder angenehm. Gleichzeitig berichtete jedoch auch ein Teil der Teilnehmenden von belastenden oder beängstigenden Erlebnissen. Nach belastenden Lebensereignissen wurden die Symptome insgesamt deutlich häufiger als negativ erlebt.
Deutlich verschieden war jedoch die Bewertung dieser Erfahrungen: Menschen nach Meditation beschrieben sie häufiger als sinnvoll, spirituell oder angenehm. Gleichzeitig berichtete jedoch auch ein Teil der Teilnehmenden von belastenden oder beängstigenden Erlebnissen. Nach belastenden Lebensereignissen wurden die Symptome insgesamt deutlich häufiger als negativ erlebt.
Neues Kapitel: Überbringen einer Todesnachricht
Das Handbuch Krisenintervention in Notfällen ist in einer neuen Version erschienen – mit dem neuen Kapitel „Überbringen einer Todesnachricht“.
Auf den gut zehn Seiten wird das Thema kurz rechtlich eingeordnet. Danach konzentriert sich das Kapitel auf die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Kriseninterventionskräften – von der Vorbereitung des gemeinsamen Einsatzes bis zur Umsetzung. Hilfreich dabei kann das GRIEV_ING-Modell sein, das von einer Notfallmedizinerin und Forscherin speziell für das Überbringen von Todesnachrichten entwickelt wurde.
Die Forschung zeigt, dass sich viele Polizistinnen und Polizisten durch das Überbringen von Todesnachrichten stark belastet fühlen. Wie äußert sich das? Was hilft Einsatzkräften von Polizei und Krisenintervention, mit dieser Belastung umzugehen? Auch diesen Fragen geht der Text nach.
Auf den gut zehn Seiten wird das Thema kurz rechtlich eingeordnet. Danach konzentriert sich das Kapitel auf die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Kriseninterventionskräften – von der Vorbereitung des gemeinsamen Einsatzes bis zur Umsetzung. Hilfreich dabei kann das GRIEV_ING-Modell sein, das von einer Notfallmedizinerin und Forscherin speziell für das Überbringen von Todesnachrichten entwickelt wurde.
Die Forschung zeigt, dass sich viele Polizistinnen und Polizisten durch das Überbringen von Todesnachrichten stark belastet fühlen. Wie äußert sich das? Was hilft Einsatzkräften von Polizei und Krisenintervention, mit dieser Belastung umzugehen? Auch diesen Fragen geht der Text nach.
Ein Jahr nach einer Totgeburt – die Trauer verändert sich
Ein Jahr nach einer Totgeburt denken die meisten Eltern noch täglich an ihr Kind. Viele betrachten Fotos, besuchen das Grab oder sprechen regelmäßig über ihr verstorbenes Baby. Dabei ging es nicht nur um Erinnerungen an die Schwangerschaft oder die Geburt. Manche Eltern stellten sich vor, wie ihr Kind heute aussehen würde oder welche Eigenschaften es möglicherweise entwickelt hätte.
Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle schwedische Studie, die den Trauer- und Bewältigungsprozess von Eltern untersucht hat. Dafür wurden neun Elternteile ein Jahr nach einer Totgeburt wissenschaftlich interviewt. Die Forscherinnen interessierten sich insbesondere dafür, wie sich Trauer, Lebensqualität und psychisches Befinden im Laufe der Zeit entwickeln.
Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle schwedische Studie, die den Trauer- und Bewältigungsprozess von Eltern untersucht hat. Dafür wurden neun Elternteile ein Jahr nach einer Totgeburt wissenschaftlich interviewt. Die Forscherinnen interessierten sich insbesondere dafür, wie sich Trauer, Lebensqualität und psychisches Befinden im Laufe der Zeit entwickeln.
Verwitwete Männer gesundheitlich stärker belastet als Frauen
Eine Studie aus Japan deutet darauf hin, dass verwitwete Männer gesundheitlich stärker unter dem Verlust ihres Ehepartners leiden als Frauen. Die Forschenden fanden unter anderem Hinweise auf mehr Depressionen, Einsamkeit, gesundheitliche Einschränkungen und problematische Bewältigungsstrategien bei Männern nach dem Tod ihrer Partnerin.
Besonders auffällig war: Viele Männer wurden nach dem Verlust zwar sozial aktiver, fühlten sich aber trotzdem weniger unterstützt.
Besonders auffällig war: Viele Männer wurden nach dem Verlust zwar sozial aktiver, fühlten sich aber trotzdem weniger unterstützt.
Psychische Gesundheit auf TikTok: Studie warnt vor Fehlinformationen
Auf der Online-Plattform TikTok sind viele deutschsprachige Inhalte zu psychischen Erkrankungen fachlich problematisch, stark vereinfacht oder schlicht falsch. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität Duisburg-Essen und der Universitätsklinik Essen.
Die Forschenden analysierten 177 deutschsprachige TikTok-Videos. Das Ergebnis: Lediglich 19,2 Prozent der untersuchten Videos wurden von den Forschenden als fachlich korrekt eingestuft.
Die Forschenden analysierten 177 deutschsprachige TikTok-Videos. Das Ergebnis: Lediglich 19,2 Prozent der untersuchten Videos wurden von den Forschenden als fachlich korrekt eingestuft.
Umfrage: Große Mehrheit sieht Seelsorge als wichtige Stütze der Gesellschaft
Die große Mehrheit der Menschen in Deutschland misst Seelsorge eine hohe Bedeutung bei. Das zeigt eine repräsentative Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey unter 5.000 Befragten ab 18 Jahren: 81 Prozent sehen Seelsorge als verlässlichen Anker in schwierigen Lebenssituationen.
Für die Befragten ist Seelsorge vor allem in belastenden Lebenssituationen wichtig: 83 Prozent derjenigen, die Seelsorge einen hohen Wert beimessen, sehen sie als besonders bedeutsam bei Trauer an, 60 Prozent bei Krankheit, 55 Prozent bei psychischen Belastungen sowie jeweils über die Hälfte bei Einsamkeit und familiären Krisen. Entscheidend sind dabei Vertraulichkeit (59 Prozent), menschliche Nähe (56 Prozent) und wertfreies Zuhören (52 Prozent).
Für die Befragten ist Seelsorge vor allem in belastenden Lebenssituationen wichtig: 83 Prozent derjenigen, die Seelsorge einen hohen Wert beimessen, sehen sie als besonders bedeutsam bei Trauer an, 60 Prozent bei Krankheit, 55 Prozent bei psychischen Belastungen sowie jeweils über die Hälfte bei Einsamkeit und familiären Krisen. Entscheidend sind dabei Vertraulichkeit (59 Prozent), menschliche Nähe (56 Prozent) und wertfreies Zuhören (52 Prozent).
Handbuch PSNV: Version 5/26 ist online
Krisenintervention in Notfällen gibt es jetzt in der Version 5/26. Die Version ist vor allem erschienen, um einen Fehler zu korrigieren. Im Kapitel Suizid hieß es, dass die Beschlagnahmung eines Leichnams auf der Grundlage von § 159 Strafprozessordnung erfolgt. Das ist falsch. Korrekt in diesem Zusammenhang ist § 94 Strafprozessordnung.
Paragraf § 159 ist der Auslöser, der die Polizei verpflichtet, bei einem unnatürlichen Todesfall zu ermitteln. Dieser Zusammenhang ist ist in der neuen Version entsprechend formuliert.
Paragraf § 159 ist der Auslöser, der die Polizei verpflichtet, bei einem unnatürlichen Todesfall zu ermitteln. Dieser Zusammenhang ist ist in der neuen Version entsprechend formuliert.
Resilienz: Gehirn beeinflusst Widerstandsfähigkeit von Menschen
Resilienz ist nicht nur eine Frage von Persönlichkeit oder Erfahrung, sondern hängt eng mit der Art und Weise zusammen, wie das Gehirn Informationen verarbeitet. Darauf deuten neuere Studien hin. Resiliente Menschen zeigen demnach eine bessere Fähigkeit, ihre Aufmerksamkeit zu steuern und emotionale Reize zu regulieren.
Neue Broschüre: Suizid im Alter
Der Verein Agus geht in seiner neuen Broschüre der Frage nach, was es für Hinterbliebene bedeutet, wenn sich ein Mensch im hohen Alter das Leben nimmt. Die Broschüre umfasst 55 Seiten und heißt “Suizid im Alter”. Sie richtet sich an Betroffene, Hospizvereine, Selbsthilfegruppen, Fachkräfte und alle Interessierte.