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Krisenintervention in Notfällen

Hinweise für die psychische Erste Hilfe

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Kri­sen­in­ter­ven­ti­on aktu­ell

Die­se Sei­te bün­delt aktu­el­le Ent­wick­lun­gen rund um die psy­cho­so­zia­le Not­fall­ver­sor­gung. Vor­ge­stellt wer­den neue For­schungs­er­geb­nis­se, pra­xis­re­le­van­te Erkennt­nis­se sowie Hin­wei­se auf Mate­ria­li­en und Ver­öf­fent­li­chun­gen, die für Hel­fen­de von Bedeu­tung sein kön­nen.

Ein Klick auf den Titel bringt Sie zu den Details der Mel­dung. Mit dem Fil­ter kön­nen Sie die Anzahl der Tref­fer inhalt­lich gezielt ein­gren­zen.

4. Juli 2026

Deper­so­na­li­sa­ti­on und Derea­li­sa­ti­on tre­ten auch im Zusam­men­hang mit Medi­ta­ti­on auf

Men­schen nach einem schwe­ren Unfall, einem Gewalt­ver­bre­chen oder einer ande­ren belas­ten­den Situa­ti­on berich­ten manch­mal, dass sie sich „wie neben sich“ füh­len. Sie erle­ben ihren Kör­per oder ihre Umge­bung als fremd oder unwirk­lich. Fach­leu­te spre­chen in sol­chen Fäl­len von Deper­so­na­li­sa­ti­on bezie­hungs­wei­se Derea­li­sa­ti­on. Bei­des sind For­men der Dis­so­zia­ti­on. Eine jetzt in der Fach­zeit­schrift Sci­en­ti­fic Reports ver­öf­fent­lich­te Stu­die zeigt, dass ähn­li­che Erfah­run­gen auch wäh­rend oder nach einer Medi­ta­ti­on auf­tre­ten kön­nen.

Deut­lich ver­schie­den war jedoch die Bewer­tung die­ser Erfah­run­gen: Men­schen nach Medi­ta­ti­on beschrie­ben sie häu­fi­ger als sinn­voll, spi­ri­tu­ell oder ange­nehm. Gleich­zei­tig berich­te­te jedoch auch ein Teil der Teil­neh­men­den von belas­ten­den oder beängs­ti­gen­den Erleb­nis­sen. Nach belas­ten­den Lebens­er­eig­nis­sen wur­den die Sym­pto­me ins­ge­samt deut­lich häu­fi­ger als nega­tiv erlebt.
4. Juli 2026

Neu­es Kapi­tel: Über­brin­gen einer Todes­nach­richt

Das Hand­buch Kri­sen­in­ter­ven­ti­on in Not­fäl­len ist in einer neu­en Ver­si­on erschie­nen – mit dem neu­en Kapi­tel „Über­brin­gen einer Todes­nach­richt“.

Auf den gut zehn Sei­ten wird das The­ma kurz recht­lich ein­ge­ord­net. Danach kon­zen­triert sich das Kapi­tel auf die Zusam­men­ar­beit zwi­schen Poli­zei und Kri­sen­in­ter­ven­ti­ons­kräf­ten – von der Vor­be­rei­tung des gemein­sa­men Ein­sat­zes bis zur Umset­zung. Hilf­reich dabei kann das GRIE­V_ING-Modell sein, das von einer Not­fall­me­di­zi­ne­rin und For­sche­rin spe­zi­ell für das Über­brin­gen von Todes­nach­rich­ten ent­wi­ckelt wur­de.

Die For­schung zeigt, dass sich vie­le Poli­zis­tin­nen und Poli­zis­ten durch das Über­brin­gen von Todes­nach­rich­ten stark belas­tet füh­len. Wie äußert sich das? Was hilft Ein­satz­kräf­ten von Poli­zei und Kri­sen­in­ter­ven­ti­on, mit die­ser Belas­tung umzu­ge­hen? Auch die­sen Fra­gen geht der Text nach.
7. Juni 2026

Ein Jahr nach einer Tot­ge­burt – die Trau­er ver­än­dert sich

Ein Jahr nach einer Tot­ge­burt den­ken die meis­ten Eltern noch täg­lich an ihr Kind. Vie­le betrach­ten Fotos, besu­chen das Grab oder spre­chen regel­mä­ßig über ihr ver­stor­be­nes Baby. Dabei ging es nicht nur um Erin­ne­run­gen an die Schwan­ger­schaft oder die Geburt. Man­che Eltern stell­ten sich vor, wie ihr Kind heu­te aus­se­hen wür­de oder wel­che Eigen­schaf­ten es mög­li­cher­wei­se ent­wi­ckelt hät­te.

Zu die­sem Ergeb­nis kommt eine aktu­el­le schwe­di­sche Stu­die, die den Trau­er- und Bewäl­ti­gungs­pro­zess von Eltern unter­sucht hat. Dafür wur­den neun Eltern­tei­le ein Jahr nach einer Tot­ge­burt wis­sen­schaft­lich inter­viewt. Die For­sche­rin­nen inter­es­sier­ten sich ins­be­son­de­re dafür, wie sich Trau­er, Lebens­qua­li­tät und psy­chi­sches Befin­den im Lau­fe der Zeit ent­wi­ckeln.
25. Mai 2026

Ver­wit­we­te Män­ner gesund­heit­lich stär­ker belas­tet als Frau­en

Eine Stu­die aus Japan deu­tet dar­auf hin, dass ver­wit­we­te Män­ner gesund­heit­lich stär­ker unter dem Ver­lust ihres Ehe­part­ners lei­den als Frau­en. Die For­schen­den fan­den unter ande­rem Hin­wei­se auf mehr Depres­sio­nen, Ein­sam­keit, gesund­heit­li­che Ein­schrän­kun­gen und pro­ble­ma­ti­sche Bewäl­ti­gungs­stra­te­gien bei Män­nern nach dem Tod ihrer Part­ne­rin.

Beson­ders auf­fäl­lig war: Vie­le Män­ner wur­den nach dem Ver­lust zwar sozi­al akti­ver, fühl­ten sich aber trotz­dem weni­ger unter­stützt.
20. Mai 2026

Psy­chi­sche Gesund­heit auf Tik­Tok: Stu­die warnt vor Fehl­in­for­ma­tio­nen

Auf der Online-Platt­form Tik­Tok sind vie­le deutsch­spra­chi­ge Inhal­te zu psy­chi­schen Erkran­kun­gen fach­lich pro­ble­ma­tisch, stark ver­ein­facht oder schlicht falsch. Zu die­sem Ergeb­nis kommt eine Stu­die der Uni­ver­si­tät Duis­burg-Essen und der Uni­ver­si­täts­kli­nik Essen.

Die For­schen­den ana­ly­sier­ten 177 deutsch­spra­chi­ge Tik­Tok-Vide­os. Das Ergeb­nis: Ledig­lich 19,2 Pro­zent der unter­such­ten Vide­os wur­den von den For­schen­den als fach­lich kor­rekt ein­ge­stuft.
11. Mai 2026

Umfra­ge: Gro­ße Mehr­heit sieht Seel­sor­ge als wich­ti­ge Stüt­ze der Gesell­schaft

Die gro­ße Mehr­heit der Men­schen in Deutsch­land misst Seel­sor­ge eine hohe Bedeu­tung bei. Das zeigt eine reprä­sen­ta­ti­ve Online-Umfra­ge des Mei­nungs­for­schungs­in­sti­tuts Civey unter 5.000 Befrag­ten ab 18 Jah­ren: 81 Pro­zent sehen Seel­sor­ge als ver­läss­li­chen Anker in schwie­ri­gen Lebens­si­tua­tio­nen.

Für die Befrag­ten ist Seel­sor­ge vor allem in belas­ten­den Lebens­si­tua­tio­nen wich­tig: 83 Pro­zent der­je­ni­gen, die Seel­sor­ge einen hohen Wert bei­mes­sen, sehen sie als beson­ders bedeut­sam bei Trau­er an, 60 Pro­zent bei Krank­heit, 55 Pro­zent bei psy­chi­schen Belas­tun­gen sowie jeweils über die Hälf­te bei Ein­sam­keit und fami­liä­ren Kri­sen. Ent­schei­dend sind dabei Ver­trau­lich­keit (59 Pro­zent), mensch­li­che Nähe (56 Pro­zent) und wert­frei­es Zuhö­ren (52 Pro­zent).
4. Mai 2026

Hand­buch PSNV: Ver­si­on 5/26 ist online

Kri­sen­in­ter­ven­ti­on in Not­fäl­len gibt es jetzt in der Ver­si­on 5/26. Die Ver­si­on ist vor allem erschie­nen, um einen Feh­ler zu kor­ri­gie­ren. Im Kapi­tel Sui­zid hieß es, dass die Beschlag­nah­mung eines Leich­nams auf der Grund­la­ge von § 159 Straf­pro­zess­ord­nung erfolgt. Das ist falsch. Kor­rekt in die­sem Zusam­men­hang ist § 94 Straf­pro­zess­ord­nung.

Para­graf § 159 ist der Aus­lö­ser, der die Poli­zei ver­pflich­tet, bei einem unna­tür­li­chen Todes­fall zu ermit­teln. Die­ser Zusam­men­hang ist ist in der neu­en Ver­si­on ent­spre­chend for­mu­liert.
26. April 2026

Resi­li­enz: Gehirn beein­flusst Wider­stands­fä­hig­keit von Men­schen

Resi­li­enz ist nicht nur eine Fra­ge von Per­sön­lich­keit oder Erfah­rung, son­dern hängt eng mit der Art und Wei­se zusam­men, wie das Gehirn Infor­ma­tio­nen ver­ar­bei­tet. Dar­auf deu­ten neue­re Stu­di­en hin. Resi­li­en­te Men­schen zei­gen dem­nach eine bes­se­re Fähig­keit, ihre Auf­merk­sam­keit zu steu­ern und emo­tio­na­le Rei­ze zu regu­lie­ren.
26. April 2026

Neue Bro­schü­re: Sui­zid im Alter

Der Ver­ein Agus geht in sei­ner neu­en Bro­schü­re der Fra­ge nach, was es für Hin­ter­blie­be­ne bedeu­tet, wenn sich ein Mensch im hohen Alter das Leben nimmt. Die Bro­schü­re umfasst 55 Sei­ten und heißt “Sui­zid im Alter”. Sie rich­tet sich an Betrof­fe­ne, Hos­piz­ver­ei­ne, Selbst­hil­fe­grup­pen, Fach­kräf­te und alle Inter­es­sier­te.

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