Skip to content
  •  

Krisenintervention in Notfällen

Hinweise für die psychische Erste Hilfe

  • Hand­buch
    • Online-Ver­­­si­on
    • PDF / Down­load
    • Print-Ver­­­si­on
    • Glos­sar
  • Pra­xis-Mate­ri­al
    • Nach dem Tod – Ori­en­tie­rungs­hil­fe für Ange­hö­ri­ge
    • Beschlag­nah­mung eins Leich­nams: Fly­er der Poli­zei Ham­burg
  • Emp­feh­lun­gen
  • Aktu­el­les
  • Fort­bil­dun­gen
    • Expert:innen-Gespräche
    • Fort­bil­dungs­ka­len­der
  • Akut­hil­fe im Not­fall
  • Suche
  • Über mich

Alko­hol­kon­sum erhöht die Sui­zid­ra­te

Schnapsflaschen in einem Regal
Copy­right: Duy­N­od, Pix­a­bay

27.07.26. Alko­hol­kon­sum erhöht nicht nur das Risi­ko für Unfäl­le oder kör­per­li­che Erkran­kun­gen, son­dern steht auch mit einer höhe­ren Sui­zid­ra­te in Zusam­men­hang. Zu die­sem Ergeb­nis kommt eine aktu­el­le Unter­su­chung, die Daten aus 30 euro­päi­schen Län­dern über einen Zeit­raum von 30 Jah­ren aus­ge­wer­tet hat. Die Autorin­nen und Autoren sehen dar­in einen wei­te­ren Hin­weis dar­auf, dass Maß­nah­men zur Ver­rin­ge­rung des Alko­hol­kon­sums auch einen Bei­trag zur Sui­zid­prä­ven­ti­on leis­ten kön­nen.

Daten aus 30 euro­päi­schen Län­dern

Für die Stu­die wur­den die jähr­li­chen Sui­zid­ra­ten sowie der durch­schnitt­li­che Alko­hol­kon­sum pro Ein­woh­ner zwi­schen 1991 und 2021 mit­ein­an­der ver­gli­chen. Ins­ge­samt flos­sen Daten aus den 27 EU-Mit­glied­staa­ten sowie aus Groß­bri­tan­ni­en, Nor­we­gen und der Schweiz ein. Dabei berück­sich­tig­ten die For­schen­den zahl­rei­che wei­te­re Ein­fluss­fak­to­ren wie Arbeits­lo­sig­keit, Wirt­schafts­leis­tung oder Bevöl­ke­rungs­struk­tur.

Die Aus­wer­tung zeig­te: Steigt der durch­schnitt­li­che Pro-Kopf-Kon­sum um einen Liter rei­nen Alko­hol pro Jahr, erhöht sich die Sui­zid­ra­te sta­tis­tisch mess­bar:

  • bei Män­nern um durch­schnitt­lich 0,39 Pro­zent
  • bei Frau­en um durch­schnitt­lich 0,59 Pro­zent

Zwi­schen Män­nern und Frau­en fan­den die For­schen­den dabei kei­nen signi­fi­kan­ten Unter­schied. Auch die Finanz­kri­se ab 2008 oder unter­schied­li­che Trink­kul­tu­ren in den unter­such­ten Län­dern ver­än­der­ten den Zusam­men­hang nicht wesent­lich.

Ein Liter rei­ner Alko­hol ent­spricht unge­fähr 20 Litern Bier, 8 Litern Wein oder 2,5 Litern Schnaps.

Weni­ger Alko­hol als Ansatz­punkt der Sui­zid­prä­ven­ti­on

Die Autorin­nen und Autoren beto­nen, dass Alko­hol das Sui­zid­ri­si­ko auf ver­schie­de­ne Wei­se erhö­hen kann. Kurz­fris­tig kön­nen Ent­hem­mung, ver­min­der­te Urteils­fä­hig­keit, Impul­si­vi­tät und eine Ver­schlech­te­rung der Stim­mung eine Rol­le spie­len. Lang­fris­tig kom­men psy­chi­sche Erkran­kun­gen sowie sozia­le Belas­tun­gen hin­zu.

Nach Berech­nun­gen der For­schen­den könn­ten allein in den unter­such­ten euro­päi­schen Län­dern rund 615 Sui­zi­de pro Jahr ver­hin­dert wer­den, wenn das Ziel der Ver­ein­ten Natio­nen erreicht wür­de, den durch­schnitt­li­chen Alko­hol­kon­sum um 20 Pro­zent zu sen­ken. Die­se Zahl stellt eine Modell­rech­nung dar und beschreibt kei­nen nach­ge­wie­se­nen direk­ten Ursa­che-Wir­kungs-Zusam­men­hang.

Quel­le:
Guo, K., Jiang, H., Shield, K. D., Spi­thoff, S., & Lan­ge, S. (2025). Asso­cia­ti­on bet­ween alco­hol con­sump­ti­on per capi­ta and sui­ci­de mor­ta­li­ty rate across 30 Euro­pean count­ries. BMJ Men­tal Health, 28(1), e302114. https://doi.org/10.1136/bmjment-2025–302114

Zu den Mel­dun­gen
Mehr zum The­ma:For­schungSui­zid

Kontakt | Newsletter

Datenschutz | Cookie-Richtlinie | Cookie-Einstellungen | Impressum

© Andreas Neubrech, 2026