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Krisenintervention in Notfällen

Hinweise für die psychische Erste Hilfe

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Schnel­le Hil­fe im Trau­er­fall

Buchcover: Schnelle Hilfe im Trauerfall

Autorin­nen: Sophie Mec­chia + Eugé­nie Zobel
Erschei­nungs­jahr: 2025
Her­aus­ge­ber: Stif­tung Waren­test
Bei Stif­tung Waren­test kau­fen

Mit der drit­ten Auf­la­ge von Schnel­le Hil­fe im Trau­er­fall legt die Stif­tung Waren­test einen sehr umfang­rei­chen Rat­ge­ber für die Zeit nach einem Todes­fall vor. Über knapp 150 Sei­ten erstre­cken sich Infor­ma­tio­nen zu nahe­zu allen orga­ni­sa­to­ri­schen Fra­gen, die Hin­ter­blie­be­ne in sol­chen Momen­ten beschäf­ti­gen. Ein inte­grier­ter Kurz­rat­ge­ber ver­schafft zu Beginn in Form einer “Check­lis­te für den Trau­er­fall” einen schnel­len Gesamt­über­blick über Auf­ga­ben, die auf Ange­hö­ri­ge zukom­men kön­nen. Die nach­fol­gen­den Kapi­tel zu Bestat­tung, Erb­schaft, Ren­ten, Ver­si­che­run­gen, Bank­ge­schäf­ten, Ver­trä­gen und Steu­ern gehen in die Tie­fe.

Die Autorin­nen stel­len die Inhal­te kom­pakt und in ein­fa­cher Spra­che dar. Das erleich­tert es, ein Ver­ständ­nis für das jewei­li­ge The­ma auf­zu­bau­en – vor allem, wenn es um büro­kra­ti­sche und juris­ti­sche Aspek­te wie das Erbrecht oder das Zugriffs­recht auf Online-Accounts des Ver­stor­be­nen geht. An eini­gen Stel­len eröff­net das Buch Optio­nen, zum Bei­spiel bei Mög­lich­kei­ten der Bestat­tung und der Gestal­tung der Trau­er­fei­er.

Mus­ter­schrei­ben zum Her­aus­tren­nen

Der Ton­fall des Buchs ist ins­ge­samt sach­lich und hand­lungs­ori­en­tiert. An ein­zel­nen Stel­len kann die­se Nüch­tern­heit auch etwas unter­kühlt wir­ken. So heißt es bereits ein­lei­tend, nach einem Todes­fall gel­te es, „einen kla­ren Kopf zu bewah­ren und Schritt für Schritt vor­zu­ge­hen“. Direkt nach einem Todes­fall befin­den sich Men­schen oft in einem Aus­nah­me­zu­stand und sind sel­ten inner­lich geord­net und klar. Aus psy­cho­so­zia­ler Sicht kann eine sol­che Auf­for­de­rung Hin­ter­blie­be­ne unbe­wusst unter Druck set­zen.

Sehr prak­tisch ist der Anhang mit For­mu­la­ren und Mus­ter­schrei­ben zum Her­aus­tren­nen. Das kann die Kün­di­gung von Ver­trä­gen erleich­tern, da die For­mu­la­re ledig­lich aus­ge­füllt und abge­schickt wer­den müs­sen. Stif­tung Waren­test stellt die­ses Mate­ri­al über einen Link auch online zur Ver­fü­gung. So kön­nen die­se Ange­le­gen­hei­ten auch bequem am Com­pu­ter erle­digt wer­den.

Rat­ge­ber als zuver­läs­si­ger Beglei­ter

Beim Lesen wird deut­lich, wie vie­le orga­ni­sa­to­ri­sche Auf­ga­ben nach einem Todes­fall auf Ange­hö­ri­ge zukom­men kön­nen. Wel­che Unter­la­gen wer­den benö­tigt? Wo befin­den sich wich­ti­ge Ver­trä­ge? Wel­che Kon­ten, Mit­glied­schaf­ten oder Online-Diens­te bestehen über­haupt? Der Rat­ge­ber führt durch die ein­zel­nen Punk­te zuver­läs­sig durch.

Deut­lich wird aber auch: Wer sich mit die­sen Fra­gen bereits zu Leb­zei­ten beschäf­tigt und sei­ne Ange­le­gen­hei­ten über­sicht­lich ord­net, kann sei­nen Hin­ter­blie­be­nen viel Arbeit erspa­ren. In die­sem Sinn ist das Buch nicht nur ein Rat­ge­ber für den Trau­er­fall, son­dern – recht­zei­tig gele­sen – auch eine Anre­gung, die eige­ne Vor­sor­ge ver­ant­wor­tungs­voll zu gestal­ten.

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