Die Expert:innen-Gespräche bieten die Möglichkeit, mit Fachleuten aus Wissenschaft und Praxis ins Gespräch zu kommen und vertiefende Einblicke in die Themen der psychosozialen Notfallversorgung zu erhalten. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Erkenntnisse und Erfahrungen aus der Praxis.
Jedes Gespräch widmet sich einem konkreten Thema. Nach einem moderierten Austausch mit dem jeweiligen Gast besteht für die Teilnehmenden die Möglichkeit, Fragen zu stellen und eigene Gedanken einzubringen. Die Veranstaltungen finden online statt und richten sich an Menschen, die ehrenamtlich oder beruflich unmittelbar nach einem Todesfall Hinterbliebene begleiten – aber auch an Menschen, die sich aus anderen Gründen für dieses Thema interessieren.
Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist aus organisatorischen Gründen dennoch erforderlich.
Aktuelle Themen und Anmeldung
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Unsichtbare Trauer? Männer und ihr Umgang mit einem Verlust
Uhrzeit: 19:30 Uhr
Gast: Dr. Martin Kreuels, Vorsitzender des Bundesverbands Männertrauer
Nach einem Todesfall neigen Männer und Frauen zu einem unterschiedlichen Umgang mit ihrer Trauer. Männer sprechen seltener über ihre Gefühle, weinen im Schnitt seltener und zeigen ihre Belastung häufig indirekt. Das hat nicht nur Folgen für das eigene Wohlbefinden, sondern auch für die Gesundheit. Die Forschung gibt Hinweise darauf, dass verwitwete Männer gesundheitlich stärker belastet sind als Frauen.
Wie erkennt man also Trauer bei Männern? Woher kommen die Unterschiede zwischen “männlicher und weiblicher Trauer”? Welche Unterschiede im Trauerprozess gibt es noch? Und: Wie kann das Umfeld Männer unterstützen, damit sie angemessen mit ihrer Trauer umgehen können?
Früher Kindstod – wenn Eltern Abschied nehmen müssen
Uhrzeit: 19:30 Uhr
Gast: Sabina Tiedemann-Zöller, Leiterin der Landesstelle Früher Kindstod Baden-Württemberg
Eltern, deren Kind während der Schwangerschaft gestorben ist, trauern oft über viele Jahre hinweg – manche bis zu ihrem Lebensende. Die Forschung zeigt, dass sie häufig an das Kind denken, Fotos betrachten, das Grab besuchen, mit dem Kind sprechen und sich vorstellen, wie es aussehen würde und welche Charaktereigenschaften es hätte.
Eltern beschreiben Gespräche mit Partnern, Familie, Psychologinnen, Beraterinnen, Seelsorgerinnen und anderen Menschen als wichtige Bestandteile ihres Bewältigungsprozesses. Doch was sagt man Eltern, deren Kind während der Schwangerschaft gestorben ist? Oder nach der Geburt am Plötzlichen Säuglinsgtod?