Datum: 04.11.26
Uhrzeit: 19:30 Uhr
Gast: Sabina Tiedemann-Zöller, Leiterin der Landesstelle Früher Kindstod Baden-Württemberg
Eltern, deren Kind während der Schwangerschaft gestorben ist, trauern oft über viele Jahre hinweg – manche bis zu ihrem Lebensende. Die Forschung zeigt, dass sie häufig an das Kind denken, Fotos betrachten, das Grab besuchen, mit dem Kind sprechen und sich vorstellen, wie es aussehen würde und welche Charaktereigenschaften es hätte.
Betroffene Eltern beschreiben Gespräche mit Partnern, Familie, Psychologinnen, Beraterinnen, Seelsorgerinnen und anderen Menschen als wichtige Bestandteile ihres Bewältigungsprozesses. Doch was sagt man Eltern, deren Kind während der Schwangerschaft gestorben ist? Oder nach der Geburt am Plötzlichen Säuglinsgtod?
Um passende Worte zu finden, ist es wichtig, ihre Situation zu verstehen. Was löst der Tod des Kindes neben der Trauer sonst noch aus? Wie versuchen Eltern mit dieser Erfahrung mittel- und langfristig umzugehen? Und warum raten Experten von der gängigen Formulierung ab, dass Eltern „ein Kind verloren haben“?
Diese und weitere Fragen beantwortet die Pädagogin Sabina Tiedemann-Zöller. Sie ist die Leiterin der Landesstelle Früher Kindstod Baden-Württemberg, die vom Landesministerium für Soziales, Gesundheit und Integration finanziert wird. Sabina Tiedemann-Zöller ist außerdem die Gründerin der Sternenkinder Ettlingen.