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Krisenintervention in Notfällen

Hinweise für die psychische Erste Hilfe

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Psychotherapeut/in

Psy­cho­the­ra­peu­tin­nen und Psy­cho­the­ra­peu­ten behan­deln vor allem Men­schen mit psy­chi­schen Erkran­kun­gen oder erheb­li­chen psy­chi­schen Belas­tun­gen. Dazu gehö­ren bei­spiels­wei­se Depres­sio­nen, Angst­stö­run­gen, Trau­ma­fol­ge­stö­run­gen oder Sucht­er­kran­kun­gen. Psy­cho­the­ra­pie kann jedoch auch Men­schen unter­stüt­zen, die unter belas­ten­den Lebens­si­tua­tio­nen, Bezie­hungs­kon­flik­ten, chro­ni­schem Stress oder pro­ble­ma­ti­schen Ver­hal­tens­mus­tern lei­den. Ziel der Psy­cho­the­ra­pie ist es, psy­chi­sches Lei­den zu lin­dern, Ver­hal­tens­wei­sen bes­ser zu ver­ste­hen und Betrof­fe­ne dabei zu unter­stüt­zen, ihren All­tag wie­der bewäl­ti­gen zu kön­nen.

Dabei arbei­ten Psy­cho­the­ra­peu­tin­nen und Psy­cho­the­ra­peu­ten wis­sen­schaft­lich fun­diert. In Deutsch­land wer­den bestimm­te psy­cho­the­ra­peu­ti­sche Ver­fah­ren von den Kran­ken­kas­sen aner­kannt. Dazu zäh­len unter ande­rem:

  • Ver­hal­tens­the­ra­pie,
  • tie­fen­psy­cho­lo­gisch fun­dier­te Psy­cho­the­ra­pie,
  • ana­ly­ti­sche Psy­cho­the­ra­pie,
  • sys­te­mi­sche The­ra­pie.

Die Aus­bil­dung wur­de in Deutsch­land im Jahr 2020 grund­le­gend refor­miert. Heu­te führt der Weg in den Beruf in der Regel über:

  • ein uni­ver­si­tär auf­ge­bau­tes Psy­cho­the­ra­pie­stu­di­um,
  • eine staat­li­che Prü­fung,
  • die Appro­ba­ti­on,
  • eine anschlie­ßen­de mehr­jäh­ri­ge Wei­ter­bil­dung.

Frü­her ver­lief die Aus­bil­dung anders. Damals absol­vier­ten vie­le Psy­cho­the­ra­peu­tin­nen und Psy­cho­the­ra­peu­ten zunächst ein Psy­cho­lo­gie­stu­di­um und anschlie­ßend eine zusätz­li­che mehr­jäh­ri­ge psy­cho­the­ra­peu­ti­sche Aus­bil­dung. Des­halb gibt es heu­te unter­schied­li­che Aus­bil­dungs­we­ge neben­ein­an­der, die jedoch bei­de zur Appro­ba­ti­on füh­ren kön­nen.

Die Berufs­be­zeich­nung „Psy­cho­the­ra­peu­tin“ bezie­hungs­wei­se „Psy­cho­the­ra­peut“ ist in Deutsch­land gesetz­lich geschützt. Nicht jede Per­son, die Gesprä­che über psy­chi­sche Pro­ble­me anbie­tet oder Men­schen in belas­ten­den Lebens­si­tua­tio­nen beglei­tet, darf sich so nen­nen. Wer psy­cho­the­ra­peu­tisch tätig sein und psy­chi­sche Erkran­kun­gen behan­deln möch­te, benö­tigt eine staat­li­che Zulas­sung, die soge­nann­te Appro­ba­ti­on.

Grund­la­ge dafür ist das deut­sche Psy­cho­the­ra­peu­ten­ge­setz (PsychThG). Dort ist gere­gelt, wel­che Aus­bil­dung erfor­der­lich ist und wer die Berufs­be­zeich­nung füh­ren darf.

Wich­tig ist die Unter­schei­dung zwi­schen ver­schie­de­nen Berufs­grup­pen:

  • Psy­cho­the­ra­peu­tin­nen und Psy­cho­the­ra­peu­ten behan­deln psy­chi­sche Erkran­kun­gen mit psy­cho­the­ra­peu­ti­schen Ver­fah­ren.
  • Psych­ia­te­rin­nen und Psych­ia­ter sind Ärz­tin­nen und Ärz­te mit einer Fach­arzt­aus­bil­dung für psy­chi­sche Erkran­kun­gen und dür­fen Medi­ka­men­te ver­schrei­ben. Neben psy­cho­the­ra­peu­ti­schen Gesprä­chen gehö­ren vor allem medi­zi­ni­sche Dia­gnos­tik, die Beur­tei­lung kör­per­li­cher Ursa­chen psy­chi­scher Beschwer­den sowie die medi­ka­men­tö­se Behand­lung zu ihrem Auf­ga­ben­be­reich.
  • Psy­cho­lo­gin­nen und Psy­cho­lo­gen haben Psy­cho­lo­gie stu­diert, sind aber nicht auto­ma­tisch psy­cho­the­ra­peu­tisch aus­ge­bil­det. Sie arbei­ten in sehr unter­schied­li­chen Berei­chen, etwa in Bera­tung, For­schung, Per­so­nal­ent­wick­lung, Schu­len, Kli­ni­ken oder der Ver­kehrs­psy­cho­lo­gie. Auch in psy­cho­so­zia­len Bera­tungs­stel­len oder im Bereich der Kri­sen­in­ter­ven­ti­on sind Psy­cho­lo­gin­nen und Psy­cho­lo­gen tätig.
  • Heil­prak­ti­ke­rin­nen und Heil­prak­ti­ker für Psy­cho­the­ra­pie dür­fen unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen psy­cho­the­ra­peu­tisch tätig sein. Im Unter­schied zu appro­bier­ten Psy­cho­the­ra­peu­tin­nen und Psy­cho­the­ra­peu­ten gibt es für Heil­prak­ti­ke­rin­nen und Heil­prak­ti­ker für Psy­cho­the­ra­pie kei­ne ein­heit­lich gere­gel­te wis­sen­schaft­li­che Hoch­schul­aus­bil­dung. Des­halb wer­den Leis­tun­gen von Heil­prak­ti­ke­rin­nen und Heil­prak­ti­kern von den gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen in der Regel nicht bezahlt.

Gera­de für Betrof­fe­ne ist die­se Unter­schei­dung oft nicht leicht ver­ständ­lich. Begrif­fe wie „Coach“, „Bera­te­rin“, „The­ra­peut“ oder „psy­cho­lo­gi­sche Bera­tung“ sind recht­lich teil­wei­se nur ein­ge­schränkt oder gar nicht geschützt. Die Berufs­be­zeich­nung „Psy­cho­the­ra­peu­tin“ bezie­hungs­wei­se „Psy­cho­the­ra­peut“ dage­gen ist an kla­re gesetz­li­che Vor­aus­set­zun­gen gebun­den.

Quel­len:
Appro­ba­ti­ons­ord­nung für Psy­cho­the­ra­peu­tin­nen und Psy­cho­the­ra­peu­ten (PsychT­hAp­prO)
Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Gesund­heit
Psy­cho­the­ra­peu­ten­ge­setz (PsychThG)
Alle Quel­len wur­den abge­ru­fen am 19.05.26

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