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Krisenintervention in Notfällen

Hinweise für die psychische Erste Hilfe

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Tod

Der Tod bezeich­net das end­gül­ti­ge Ende des Lebens eines Orga­nis­mus. Beim Men­schen bedeu­tet er den irrever­si­blen Aus­fall aller lebens­not­wen­di­gen Kör­per­funk­tio­nen. Medi­zi­nisch wird heu­te zwi­schen ver­schie­de­nen For­men des Todes unter­schie­den. Neben dem Herz-Kreis­lauf-Still­stand spielt ins­be­son­de­re der Hirn­tod als voll­stän­di­ger und unum­kehr­ba­rer Aus­fall aller Funk­tio­nen des gesam­ten Gehirns (inklu­si­ve Hirn­stamm) eine wich­ti­ge Rol­le.

Kör­per­li­che Ver­än­de­run­gen nach dem Tod

Nach dem Tod tre­ten ver­schie­de­ne kör­per­li­che Ver­än­de­run­gen auf. Zu den frü­hes­ten sicht­ba­ren Zei­chen gehö­ren die Toten­fle­cken (Livo­res), die meist inner­halb der ers­ten zwei Stun­den sicht­bar wer­den. Dabei han­delt es sich um röt­lich-vio­let­te bis bläu­lich-vio­let­te Ver­fär­bun­gen der Haut. Sie ent­ste­hen dadurch, dass das Blut nach dem Kreis­lauf­still­stand der Schwer­kraft folgt und sich in den tie­fer lie­gen­den Kör­per­par­tien sam­melt.

Eben­falls typisch ist die Lei­chen­star­re (Rigor mor­tis), die in der Regel zwei bis vier Stun­den nach dem Tod beginnt und zunächst die klei­nen Mus­keln von Augen­li­dern, Gesicht und Kie­fer betrifft. Sie ent­steht durch bio­che­mi­sche Ver­än­de­run­gen in den Mus­kel­zel­len, die nach dem Aus­blei­ben der Ener­gie­ver­sor­gung nicht mehr erschlaf­fen kön­nen. Die Lei­chen­star­re erreicht nach etwa sechs bis zwölf Stun­den ihre stärks­te Aus­prä­gung und löst sich im Ver­lauf der fol­gen­den ein bis drei Tage durch begin­nen­de Zer­set­zungs­pro­zes­se wie­der auf. Die­se Ver­än­de­run­gen gehö­ren zu den natür­li­chen Vor­gän­gen nach dem Tod und die­nen unter ande­rem der foren­si­schen und medi­zi­ni­schen Ein­schät­zung des Todes­zeit­punkts.

Bio­lo­gi­sche, psy­cho­lo­gi­sche und sozia­le Dimen­si­on

Der Tod ist jedoch nicht nur ein bio­lo­gi­sches Ereig­nis. Er besitzt zugleich eine psy­cho­lo­gi­sche, sozia­le, kul­tu­rel­le und spi­ri­tu­el­le Dimen­si­on. Der Ver­lust eines Men­schen ver­än­dert Bezie­hun­gen, Rol­len und Lebens­ent­wür­fe. Des­halb beschäf­tigt sich die Wis­sen­schaft nicht nur mit den kör­per­li­chen Vor­gän­gen des Ster­bens, son­dern auch mit den Aus­wir­kun­gen auf Ange­hö­ri­ge, Gemein­schaf­ten und Gesell­schaf­ten.

Aus psy­cho­lo­gi­scher Sicht ist es etwas Beson­de­res, dass sich der Mensch über sei­nen eige­nen Tod bewusst ist. For­schungs­er­geb­nis­se zei­gen, dass die Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Tod sowohl Angst aus­lö­sen als auch dazu bei­tra­gen kann, per­sön­li­che Wer­te zu klä­ren, Bezie­hun­gen bewuss­ter zu gestal­ten und dem eige­nen Leben Sinn zu ver­lei­hen. Die Beschäf­ti­gung mit der End­lich­keit des Lebens wird daher nicht aus­schließ­lich als Belas­tung ver­stan­den, son­dern kann auch Ent­wick­lungs­pro­zes­se för­dern.

Todes­ver­ständ­nis von Kin­dern und Jugend­li­chen

Das Ver­ständ­nis von Tod ent­wi­ckelt sich im Lau­fe der Kind­heit und Jugend. Klei­ne Kin­der begrei­fen den Tod zunächst häu­fig als vor­über­ge­hen­den Zustand. Erst mit zuneh­men­dem Alter ent­steht ein Ver­ständ­nis dafür, dass der Tod end­gül­tig, unum­kehr­bar und ein uni­ver­sel­ler Bestand­teil des Lebens ist. Alter, kogni­ti­ve Ent­wick­lung, per­sön­li­che Erfah­run­gen und das fami­liä­re Umfeld beein­flus­sen dabei, wie Kin­der und Jugend­li­che einen Todes­fall ver­ste­hen und ver­ar­bei­ten. Aus­führ­li­che Infor­ma­tio­nen hier­zu fin­den sich im Kapi­tel des Hand­buchs über das Todes­ver­ständ­nis und die Trau­er von Kin­dern und Jugend­li­chen.

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