Für die akute Krisenintervention spielt dieser Absatz keine Rolle. Er ist eher als Hintergrundwissen zu verstehen. Oft entwickelt sich bei einem Verursacher im Verlauf der Zeit der Wunsch, mit den Angehörigen des tödlich verunglückten Unfallopfers in Kontakt zu treten. Die Motive dafür sind unterschiedlicher Natur.
Der Betroffene erhofft sich möglicherweise, sich auf diesem Weg bei den Hinterbliebenen entschuldigen und gegebenenfalls etwas wieder gutmachen zu können. Vielleicht möchte er hören, dass die Angehörigen ihm vergeben. Vielleicht möchte er aber auch einfach nur wissen, wie es den Angehörigen geht.
Hilfreiche Unterstützung für solche Treffen
Ein solches Treffen ist oft nicht einfach, da viele Punkte bedacht werden müssen. Allem voran müssen die Angehörigen einem solchen Treffen zustimmen. Und auch dann kann eine professionelle Begleitung durchaus sinnvoll sein. Ein Verein, der in diesen Fällen seine Unterstützung anbietet, ist der ANUAS e.V.
Der Verein vertritt in erster Linie Angehörige, die einen Menschen durch eine Straftat verloren haben – und bietet in diesem Rahmen auch die Begleitung von Täter-Opfer-Treffen an. Auf Anfrage bestätigte mir der Verein, dass dieses Angebot auch im Falle eines tödlichen Verkehrsunfalls bestehe.